Die Sonneninsel baut “eine Brücke zwischen Normalität und Krankheit”


Im Leben geht es manchmal bergauf und manchmal bergab. Dass die Sonneninsel für die verschiedensten Lebenslagen ein wichtiger Ort der Erholung sein kann, zeigt die Geschichte von Familie Kaserer.

Wenn man auf die Dreifach-Mama Monika Kaserer aus Südtirol trifft, dann steht einem eine sympathische, ausdrucksstarke Frau gegenüber. Dass ihr Leben von vielen Höhen und Tiefen geprägt ist, offenbart sich erst im persönlichen Gespräch. Über ihre Erfahrungen mit einem an Krebs erkrankten Kind und warum sie den langen Weg von Südtirol nach Seekirchen zur Sonneninsel immer wieder gerne auf sich nimmt, erfahren wir in folgendem Text.

Sonneninsel hilft in unterschiedlichen Lebenslagen

Mama Monika und ihre Familie haben die Sonneninsel schon aus verschiedenen Perspektiven oder besser gesagt „Nöten“ kennengelernt. Das erste Mal waren sie zu Besuch als ihre Tochter Alina die Krebstherapie erfolgreich abgeschlossen hatte. Damals kamen die Kaserers zur Familiennachsorge auf die Sonneninsel. Das zweite Mal besuchte Alina alleine im Rahmen der Inselcamps (Anmerkung: Feriencamps für ehemals an Krebs erkrankte Kinder), im Sommer die Sonneninsel. Es gefiel ihr so gut, dass sie mehrere Male daran teilnahm. Doch kurz nach dem Besuch des letzten Feriencamps hatte sie einen Rückfall und verstarb. Und so kam die dritte Perspektive, aus der Familie Kaserer Kraft nach einem Aufenthalt auf der Sonneninsel schöpfen konnte, durch den Tod der geliebten Tochter, hinzu.

Wobei, die Sonneninsel ist für die Kaserers bis heute ein Ort geblieben, den die ganze Familie (samt Oma und Opa) gerne besucht und ihnen ein Stück Unbeschwertheit vermittelt. Vielleicht auch deshalb, weil Alina hier sehr glücklich war und die Sonneninsel ein Ort ist, an dem sie laut ihrer Mutter „viel Freude erlebte“.

Mama Monika erinnert sich:

“In Alinas Umfeld gab es keine Freunde oder Bekannte die ebenfalls an Krebs erkrankt waren. Sie war als krebskrankes Mädchen in Südtirol quasi ein bunter Pfau (“Das ist das Mädchen mit Krebs.”) Auf der Sonneninsel war es immer anders. Sie war nicht alleine, sie sah, es gibt viele Kinder denen es gleich geht und denen es danach wieder gut geht.” Diese Beobachtung sei auch für ihre anderen beiden Töchter sehr wichtig gewesen, denn Krebs muss nicht zwingend tödlich sein. 

Und auch den Großeltern gefällt der Gedanke, immer wieder an einen Ort zurückzukehren, wo ihre Enkelin so glücklich war. „Man ist hier mit einem Schritt in der Natur“, das ist sehr schön, meinen die Großeltern. An einem Trauerwochenende haben sie noch nie teilgenommen, aber es sei ihnen wichtig, den anderen zwei Töchtern zu zeigen, dass eine Krebserkrankung nicht immer tödlich enden muss. Die ältere Tochter ist nunmehr seit mehr als drei Jahren mit einem Mädchen, das sie während deren Erhaltungstherapie auf der Sonneninsel kennengelernt hat, in Kontakt  und die Mädchen nutzen den Aufenthalt auf der Sonneninsel immer gerne um sich persönlich wiederzusehen.

Für die Kaserers bedeutet der Aufenthalt auf der Sonneninsel auch, immer als Familie etwas gemeinsam zu unternehmen und um sich besonders verbunden mit Alina zu fühlen. Das Programm wird immer so ausgewählt, dass alle Familienmitglieder daran teilnehmen können. Zusätzlich kann jeder Einzelne sich Programmpunkte oder Aktivitäten aussuchen, die ihm/ihr gefallen. Besonders gerne nutzt die Familie übrigens die tiergestützten Angebote der Sonneninsel, wie etwa eine gemeinsame Kutschenfahrt, der Besuch am Erlebnisbauernhof mit Alpaka-Wanderung oder auch der Besuch des Therapiehundes.

Der Austausch mit anderen Betroffenen hilft

Aber auch die Möglichkeit mit einer Psychologin zu sprechen und sich auszutauschen sieht Monika Kaserer als echten Mehrwert der Sonneninsel. „In Südtirol sind gute Psychologen Mangelware und es gibt eine monatelange Warteliste. Für Kinder gibt es gar kein Angebot, da sind wir dankbar über das Angebot der Sonneninsel.“

Das Wichtige aber ist, alles kann, nichts muss. Es ist ein Angebot, man kann es wahrnehmen, muss aber nicht. Die Kinder können sich frei entscheiden, das ist schön. Und: Hier auf der Sonneninsel sind es Gespräche, im Krankenhaus war es eher eine Begleitung.

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